Bedeutung der Ziffern auf Ihrem Thermostatkopf

Dass ein Heizkörper sich schneller erwärmt, wenn man den Thermostat weit aufdreht, ist ein weit verbreiteter Irrtum.

In den meisten Wohnungen sind sie inzwischen Standard: Thermostate. Sie sollen die Raumtemperatur regulieren, ohne dass wir ständig nachjustieren müssen. Und das individuell für jeden Raum. Aber was bedeuten eigentlich die Ziffern auf dem Drehknopf?

Bei den meisten Thermostaten bedeutet die Ziffer 3 eine Raumtemperatur von ungefähr 20 Grad Celsius. Und die Teilstriche stehen für jeweils ein Grad. Die 2 entspricht also in etwa 16 Grad, die 4 ungefähr 24 Grad.

Jetzt fragen Sie sich vielleicht: Und warum schreiben die das dann nicht drauf? Ganz einfach: Die Hersteller haben sich darauf geeinigt, statt konkreten Temperaturen Ziffern anzugeben, weil die tatsächlich erreichte Temperatur in einem Raum auch niedriger oder höher ausfallen kann als der eingestellte Wert.

Zum Beispiel, wenn der Heizkörper in einer Nische steht und sich noch ein Fensterbrett über dem Thermostat befindet. Dann staut sich die Wärme in der Nische und signalisiert dem Ventil: „dicht machen!“ – obwohl das Zimmer noch kühl ist.

Den Thermostat genau einstellenspart Geld

Über den Daumen kann man sagen, dass die Ziffer 3, also in etwa 20 Grad Celsius, die ideale Einstellung für das Wohnzimmer ist. Im Schlafzimmer dagegen kann es gerne kühler sein: Meist genügen 16 bis 18 Grad Raumtemperatur (Ziffer 2).

Das genaue Einstellen zahlt sich aus – in geringeren Heizkosten und Emissionen. Denn mit jedem Grad weniger als 20 Grad sparen wir sechs Prozent der Heizenergie für einen Raum.

Übrigens ist es ein weit verbreiteter Irrtum, zu glauben, dass ein Heizkörper sich schneller erwärmt, wenn man den Thermostat weit aufdreht. Der kennt nämlich nur „auf“ oder „zu“. Er lässt also genau so lange heißes Wasser durch den Heizkörper strömen, bis die eingestellte Temperatur erreicht ist.

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